Das Projekt Praxisberater

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Derzeit sind im Freistaat Sachsen an 243 Oberschulen 223 Praxisberater tätig.

Eine gemeinsame Strategie zur Ausgestaltung des Berufsorientierungsprozesses

Dieses Projekt ist Bestandteil einer gemeinsamen Strategie der beiden Partner zur Ausgestaltung des Berufsorientierungsprozesses mit dem Ziel der Verbesserung der Berufswahlkompetenz, des Erreichens der Ausbildungsreife beziehungsweise Studierfähigkeit und eines gelingenden Übergangs von der Schule in den Beruf. Die individuelle Förderung von Schüler der siebten und achten Klassenstufe an sächsischen Oberschulen soll zugunsten einer passgenauen Berufsorientierung (BO) ausgebaut werden. Dafür werden qualifizierte Praxisberater an den Oberschulen eingesetzt.

Zwei Tätigkeitsbereiche

Die Tätigkeit der Praxisberater erfolgt in zwei Bereichen. Der analytische Bereich beinhaltet die Planung, Durchführung und Auswertung des Potenzialanalyseverfahrens 'Profil AC Sachsen' sowie die darauf aufbauende Planung von Unterstützungsmaßnahmen anhand eines Entwicklungsplans. Der koordinierende Bereich umfasst die Begleitung des Schülers sowie die Koordinierung der Maßnahmen einschließlich Wirksamkeitsüberprüfung, wiederum basierend auf dem Entwicklungsplan und zusammengeführt im Berufswahlpass. Zudem unterstützen Praxisberater ihre Schulen bei der Fortschreibung der Berufsorientierungskonzepte sowie beim Aufbau und der Pflege von Netzwerkkontakten.

Projektteilnahme für Schüler

Die Teilnahme am Projekt ist für die Schüler freiwillig. Die Potenzialanalyse und die daran anknüpfenden Unterstützungsmaßnahmen folgen einem stärkenorientierten Ansatz. Die Eltern geben im Vorfeld ihr schriftliches Einverständnis und werden von den Praxisberater mit in den Berufsorientierungsprozess ihrer Kinder eingebunden.

Projektbegleitung

Die strategische Ausrichtung des Projekts ‚Praxisberater an Schulen‘ erfolgt durch die Regionaldirektion Sachsen der Agentur für Arbeit und das Sächsische Staatsministerium für Kultus.

Auf der operativen Ebene wird das Projekt von einer Servicestelle (ESF-Finanzierung) und einem Projektbüro (Landesmittel-Kofinanzierung) begleitet. Beide Stellen werden vom Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS) e. V. umgesetzt. Die Aufgabenstellung besteht in der übergreifenden fachlich-inhaltlichen Projektbegleitung, Koordinierung und Vernetzung der Projektakteure. Dabei stehen die Beratung und Begleitung der Praxisberater im Vordergrund.

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Gleichzeitig verantworten die Servicestelle und das Projektbüro die Qualitätssicherung im Projekt. Sie optimieren Prozesse und begleiten die Umsetzung der Inhalte und sind Ansprechpartner für alle Projektbeteiligten. Übergreifendes Ziel ist es, das Projekt ‚Praxisberater an Schulen‘ als wesentliche Maßnahme einer optimierten beruflichen Orientierung dauerhaft an den Oberschulen zu etablieren.

Ansprechpartner vor Ort sind die Berater Schule – Wirtschaft der fünf regionalen Standorte des Landesamts für Schule und Bildung sowie die zuständigen Berufsberater der Agentur für Arbeit.